Motto der Karnevalsparade 2009: „Rezession hin, Finanzkrise her – Feiern fällt den Drei Hasen nicht schwer"
Die Karnevalssession ist in vollem Gang, in sechs Wochen (21. Februar) rollt in Paderborn die 6. Parade durch die Innenstadt. Die Vorbereitungen gehen in die heiße Phase – Zeit, dass die Teilnehmer wissen, was erlaubt ist und was nicht. Beim Wagenbauertreffen des organisierenden Vereins Drei Hasen informierte Präsident Markus Schniederjann unter anderem über die neue Höhenbegrenzung von 3,80 Meter.
Die Begrenzung ist nötig, da die Fahrzeuge durch die neue Route Brücken unterqueren. Start ist an der Westernmauer / Ecke Kisau, von da geht es über Mühlenstraße, Heiersstraße zur Alten Synagoge, dann über Kasseler Straße, Kamp, Rathausplatz, Marienplatz zum Endpunkt Zentralstation unter dem Königsplatz: dem Ort der finalen Underground-Party. Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen der Sammlungspunkt zugleich Startpunkt war, werden diesmal alle Teilnehmer zuerst am Parkplatz am Rolandsbad zusammen getrommelt.
Einige Gruppen — sie bekamen bei der Parade 2008 die Rote Karte gezeigt, weil sich die Musik zu laut hatten beziehungsweise Bierflaschen auf ihrem Wagen hatten, müssen diesmal zuschauen. Sie wurden gesperrt, erklärt Schniederjann. „Was nicht heißt, dass auf den Wagen kein Alkohol getrunken werden darf", sagt der 1. Senator Michael Keck. Nur muss das Bier aus Flaschen umgefüllt werden in Becher oder, wie es unter anderem im umzugserfahrenen Delbrück gemacht werde, eine Banderole mit der Aufschrift Milch die Flaschen zieren.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben die Drei Hasen erst wenig Anmeldungen. „Wir rechnen wieder mit 80 bis 100 Wagen, Fuß- und Musikgruppen", sagt Andreas Gorecki, 3. Adjutant und mit zuständig den Bereich Wagenbau.
Der vereinseigene Gardewagen greift dabei mit einem Casino und amerikanischen Symbolen die weltweite Konjunkturkrise auf. Und damit das Parade-Motto 2009: „Rezession hin, Finanzkrise her — Feiern fällt den Drei Hasen nicht schwer." „Es geht um Zocken und Verzocken", sagt Gorecki. „Auf dieses Thema haben wir uns schnell geeinigt."
Am 21. Februar werden auch Elmar Schniedermeier und die Apokalyptischen Jecken Teil der großen Party sein. Seit dem Paradedebüt 2004 sind sie dabei und werden wie immer als Henker eine Gruppe richten.